Hochbehälter Kellergrund

  • Hochbehälter Kellergrund
    Fertigstellung 2007
    Tag der Architektur 2011
  • Kronberg erweitert seine Wasserversorgung, um weitestgehend unabhängig von Wasserzulieferungen zu sein. Dort, wo die baulichen Anlagen in Erscheinung treten, wurde die Gestaltung der Gebäude von dem Architekturbüro Ott geplant.
  • Am erdüberschütteten Hochbehälter Kellergrund schneidet eine Wandscheibe so in das Gelände ein, dass ein Eingang freigegeben wird. Die Wand ist mit Taunusschiefer verkleidet, dem Stein, durch den das Wasser fließt, bevor es nutzbar gemacht wird.
  • Die horizontalen Gliederungen, an einen Wasserstandspegel erinnernd, ist zusätzlich durch eine Lichtinstallation betont. Das einfach zurückversetzte Tor mit seitlichem Fensterband belichtet das Innere und gewährt Einblicke. Für die Wanderer ist ein Brunnen zum Verweilen angelegt.
  • Architektur

Haus G

  • Haus G
    Fertigstellung 2007
    Johann-Wilhelm-Lehr-Plakette 2008
    Tag der Architektur 2008
  • Die städtebauliche Struktur ist durch einfache Siedlungshäuser mit Satteldach geprägt. Das Haus G interpretiert diese Typologie mit einer von jedem Kind mit einem Strich zu zeichnende, stereotype, sehr zurückhaltende Hausform.
  • In der kompakten Hülle sind alle Bauteile flächig integriert. Das Innere hält zu der Hülle Abstand. Ein tragender Treppenkern bildet mit der Decke einen frei eingestellten Tisch. Somit entsteht zwischen Hülle und Decke eine Lichtfuge, die den Charakter des Gebäudes wesentlich bestimmt.
  • Der komplette Ausbau respektiert das Konzept in letzter Konsequenz. Ein Garderobenkubus mit integriertem Meerwasseraquarium in Kombination mit der eingestellten Küche gliedert das EG. Das Haus G war das erste Haus in dieser Gegend mit Nutzung der Erdwärme zur Heizung und Kühlung.
  • Architektur Innenarchitektur Freianlagen

  • Mies van der Rohe">
    "Das Detail und die Konstruktion sind für den Bau, was die Grammatik für die Sprache."

    Mies van der Rohe

Haus auf der Stadtmauer

  • Haus auf der Stadtmauer
    Fertigstellung 2006
    Denkmalpreis der Stadt Kronberg 2006
    Tag der Architektur 2007
  • Das unter Denkmalschutz stehende alte Fachwerkhaus in der Altstadt von Kronberg war durch mehrere triste Erweiterungsbauten verstellt. Mit dem Abriss dieser Bauten wurde Platz für einen Neubau geschaffen, der zu Gunsten einer sonnigen Terrasse zur Altstadtmauer Abstand hält.
  • Dem kleinteiligen verwinkelten Charme des Altbaus wurde der klar gegliederte luftige Neubau gegenübergestellt. So entsteht ein spannungsreicher Kontrast zwischen Alt und Neu, zwischen Enge und Weite, zwischen Geborgenheit und Freizügigkeit.
  • Zur denkmalgerechten Sanierung des Altbaus wurde die gesamte Tragstruktur freigelegt, zimmermannsmäßig intensiv überarbeitet und Boden und Wandaufbauten mit Lehmbaustoffen erstellt. Der kleine tieferliegende, über eine Außentreppe erschlossene Gartenbereich besitzt einen kleinen Pool.
  • Architektur Innenarchitektur Freianlagen

  • Peggy Guggenheim">
    "Ich bin nicht neidisch auf die Vergangenheit, sondern nur auf die Zukunft."

    Peggy Guggenheim

Haus im Hang

  • Haus im Hang
    Fertigstellung 2006
  • Eine quadratische Röhre, einem Fernrohr gleich, wächst aus dem steilen Hang heraus. In ihrem Fokus steht die Altstadt von Kronberg, überragt von ihrer Burg. Die auf dem Sockel befindliche seitliche Terrasse bietet einen Blick auf Frankfurt.
  • Architektur Innenarchitektur Freianlagen
  • Ausblicke zu schaffen ohne zu viel Einblicke zu gewähren war, neben der extrem steilen Hanglage, eine der Herausforderungen des Projektes. Das Hauptgeschoss ist als Loftraum mit eingehängter Treppe zur Gliederung zwischen Koch- / Essbereich und Wohnbereich konzipiert.
  • Attraktion für die Bewohner des Hauses ist der Whirlpool auf dem Dach mit seinem faszinierenden Rundumblick.

Haus der Chöre

  • Haus der Chöre
    Fertigstellung 2005
    Tag der Architektur 2007
  • Das 'Haus der Chöre', als ein Probenhaus für Frankfurter Laienchöre gebaut, steht straßenseitig im Dialog mit der gegenüberliegenden Kirche und öffnet sich rückseitig zur angrenzenden Bertramswiese. Geplant für ein Oratorium bietet der Raum mit seinen Sitzstufen viele Möglichkeiten der Nutzung, so auch für kleinere Veranstaltungen.
  • Die Großform mit dem nach innen gewölbten Dach und Außenwänden ist weithin sichtbarer Ausdruck der akustischen Besonderheit des Chorhauses: Durch die Vermeidung der parallelen Flächen im Innern wird der Ton im Probenraum vielfältig zerstreut und nicht - wie sonst üblich - zu einem Publikum gelenkt.
  • Das Foyer, in dem ein Aufnahmestudio 'eingehängt' ist, öffnet sich zur Straße. Der Chorprobenraum hält Sichtkontakt zu den alten Parkbäumen der Bertramswiese. Eine Sichtbetonwandscheibe, die innenseitig im zur Natur kontrastierenden rot verkleidet ist, fokussiert den Blick auf den Dirigenten.
  • Architektur Innenarchitektur Freianlagen Branding

  • John Cage">
    "Kein einziger Klang fürchtet die Stille die ihn auslöscht und es gibt keine Stille, die nicht mit Raum geladen ist."

    John Cage

Haus im Grünen

  • Haus im Grünen
    Fertigstellung 2005
    Tag der Architektur 2007
  • Aus den strikten städtebaulichen Vorgaben wurde ein längliches Gebäude mit Satteldach entwickelt. Das Treppenhaus, der Bereich der Küchentheke und das Esszimmer sind quer zu dem länglichen Hauptbaukörper gestellt und durchdringen diesen. Bewusst gesetzte Fensterflächen geben Blicke in den Garten mit dem alten Baumbestand frei.
  • Architektur Innenarchitektur Freianlagen

Holzhaus Kirchgasse

  • Holzhaus Kirchgasse
    Fertigstellung 2002
    Tag der Architektur 2003
  • Nach dem Teilabbruch des Saals mit Bühne, sowie dem alten Holzdach wurde auf der alten Substanz aus den 60er Jahren wieder aufgebaut und die verbliebenen Reste mit dem in den 80er Jahren angebauten Kopfbau saniert. Nach vielen Studien wurde die Gebäudestruktur umfangreich überarbeitet und zu einem Haus für die Vereine von Steinbach umgewidmet.
  • Das unterkellerte Holzhaus ist entsprechend lang und schmal geplant. Es lehnt an einer massiven hochgedämmten Speicherwand, die in einer Flucht mit den beiden alten Linden steht. Quer dazu liegt der aufgeständerte Essraum, der den Blick auf beide Seiten des Gartens freigibt und diesen zugleich gliedert.
  • Unterhalb des Pultdaches trennt eine dreiseitig umlaufende Glasfuge das Dach von dem eigentlichen Baukörper und durchflutet die Räume im Obergeschoss mit Licht. Der mit feinen Holztafeln verkleidete Baukörper gleicht einer eleganten Holzschatulle.
  • Architektur Innenarchitektur Freianlagen

  • Egon Eiermann">
    "Architektur hat mit Kunst nichts zu tun, ist reine Gedankenarbeit. Architektur entsteht heute nach ökonomischen, konstruktiven und funktionellen Gesetzmäßigkeiten. Wir stehen im harten Kampf mit der Wirklichkeit. Und wenn dann noch etwas Ähnliches wie das, was man mit dem Attribut Kunst bezeichnet dazukommt, dann kann man in seinem Leben von einem unwahrscheinlichen Glück sprechen."

    Egon Eiermann

Wohnkubus mit Einschnitten

  • Wohnkubus mit Einschnitten
    Fertigstellung 2002
    Johann-Wilhelm-Lehr-Plakette 2003
    Tag der Architektur 2003
  • Das Zweifamilienhaus greift die klare städtebauliche Struktur mit quadratischen Hausformen aus den 30er Jahren auf und interpretiert diese neu. Aus der Grundform eines Kubus wurden vier Volumen herausgeschnitten: straßenseitig für die Hauseingänge und Stellplätze, rückseitig für die Dachterrassen.
  • Die Fassade folgt dem Prinzip: Harte Schale - weicher Kern. Die Hüllfläche ist als verputzte Massivkonstruktion ablesbar. Die Schnittflächen des 'weichen Kerns' bestehen aus Holz- oder Glasflächen, die je nach Anforderung transparent oder transluzent ausgeführt sind.
  • Über den straßenseitigen Einschnitt werden beide Wohnungen erschlossen. Der Abgang in das Gartengeschoss erfolgt über einen zweiseitig belichteten transluzenten Lichtraum, der zugleich die inneren Bereiche der Wohnung belichtet. Die obere zweigeschossige Wohnung liegt an den großzügigen Dachterrassen.
  • Architektur Innenarchitektur Freianlagen

Häuser in Staffelung

  • Häuser in Staffelung
    Fertigstellung 2002
  • Die Häuser, für zwei befreundete Familien entwickelt, staffeln sich in der Tiefe und Höhe des Grundstückes. Sie gleichen sich in der Kubatur und ihrer Bauweise mit zurückspringendem mit Titanzink gedeckten Satteldach, verglasten Giebeln und hellgrauen Außenwänden im EG und OG.
  • Städtebau Architektur Innenarchitektur Freianlagen
  • Die Gestaltung der Außenbereiche reagiert auf die unterschiedliche Einfügung in das hangige Gelände. Das vordere Haus nutzt die Dachfläche der Garage als Sitzbereich mit Gartenteich.
  • Im Innern sind die Häuser von sehr unterschiedlichem Charakter: Während das vordere Haus bis auf den kleinsten Winkel ausgenutzt ist, nutzt das hintere Haus sein Volumen für eine besondere Inszenierung des Raumes, das sich auch in der offenen Küchenplanung zeigt.

Klinkel’sche Mühle

  • Klinkel'sche Mühle
    Fertigstellung 2000
  • Die Revitalisierung der denkmalgeschützten Klinkel‘schen Mühle an der Lahn in Gießen führte zur Aufwertung eines brachliegenden Stadtgebietes. Das Ensemble ist nicht zuletzt wegen seiner Fischbeobachtungsstation am Fischaufstieg über Gießen hinaus bekannt.
  • Die Silos und die Decken der alten Mühle wurden ausgebaut, neue Decken - passend zur Fassade - eingezogen, Fensteröffnungen wiederhergestellt, großzügige Rundbogenfenster im EG und Einschnitte mit Dachterrassen im DG angelegt.
  • Architektur Innenarchitektur Freianlagen
  • Die unteren Geschosse des Mühlengebäudes - ebenso wie die des Lagergebäudes aus den 60er Jahren - werden für Büros, die Dachgeschosse für Wohnungen genutzt. In dem alten Gebäude der Turbinenhalle wird mit Wasserkraft Strom erzeugt.

  • Karl Friedrich Schinkel">
    "Historisch handeln ist das, welches das Neue herbeiführt und wodurch die Geschichte fortgesetzt wird."

    Karl Friedrich Schinkel